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Von Sport ist gar nicht mehr die Rede

Nein, ich bin kein intensiver Fußball-Fan. Ich habe keine Dauerkarte, keinen Fan-Schal und kann mich mühelos gleichzeitig für Bayern, St. Pauli und den MSV Groß Plasten begeistern.

Ich rezipiere Fußball mehr als ich ihn live erlebe. Das finde ich auch gar nicht schlimm. Ich habe nämlich schon eine andere Familie und überhaupt recht wenig Zeit.

Wenn jetzt große europäische Fußballvereine eine eigene Liga gründen wollen, interessiert mich das nicht. Solln sie, der Markt regelt das schon. Aber ich behaupte, das fünfte "HAMMERSPIEL DES JAHRZEHNTS" Dortmund gegen Arsenal innerhalb von zwei Jahren lockt keine 80000 Schwarzgelben von der Playstation weg. Und schon gar nicht die Gelegenheitsfernsehzuschauer, die schließlich Quote und das große Werbegeld bringen. Geschäfte eben, aber mit eigener Philosophie:

Die Top-Klubs sind das Aushängeschild des Fußballs. Der Fußball ist ein Geschäft geworden. Um weiteren wirtschaftlichen Aufschwung zu garantieren, muss das Produkt internationaler Fußball weiter entwickelt und dem modernen Konsumenten nahe gebracht werden unter Berücksichtigung der Tatsache, dass es vor allem die Vereine sind, die das Produkt liefern.

Das traurige Fazit: Von Sport ist gar nicht mehr die Rede.

5.4.06 17:36

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Leodator / Website (5.4.06 23:04)
Ganz meine Meinung. Aber lass' sie doch ruhig machen. Irgendwann spielen sie nur noch mit sich selbst. Und wenn die Kuh keine Milch mehr gibt, kommen sie wieder an und erklären den Fans: war doch alles nicht so gemeint. Die Frage ist nur, wo die Grenze des Zumutbaren liegt? Aber das testet die G14 ja gerade aus.